Kambodscha
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Mit Brompton in Kambodscha
Gepostet am 28 November 2017
in Reisen

Brompton bringt die Menschen zum Lachen

Klaus Breuer, Programmierer, und Andrea Künstle, Fotografin, sind Weltreisende auf dem Fahrrad. Derzeit sind sie für vier Monate auf ihren Bromptons in Kambodscha unterwegs und sammeln dabei Spenden für das Projekt WASH (WAsser, Sanitäre Einrichtungen und Hygieneschulungen für Kambodscha).

Hier in Kambodscha kann man mit einem Brompton die Menschen zum Lachen und Staunen bringen.

Ich bin mit meinen 1,93 m recht groß, für kambodschanische Verhältnisse aber riesig. Es muss für die Menschen hier wohl ein sehr, sehr lustiger Anblick sein, wenn ein so großer Mensch auf einem winzigen "Kinderfahrrad" zügig die Straße entlangradelt. Sie brechen spontan in Lachen aus, wenn wir an Ihnen vorbeifahren, und schicken uns Rufe hinterher, die wir zwar nicht verstehen, aber die sehr fröhlich klingen.

Mit Brompton in Kambodscha

Unser selbst gebauter Anhänger, den ich dann noch hinter meinem "Kinderfahrrad" herziehe, weckt besonderes Interesse. Immer gehen ihre Blicke dort hin und sie zeigen mit dem Finger darauf. Was mich eigentlich überrascht, denn in puncto "abenteuerliche, selbst zusammengeschweißte Objekte zum Transport von Waren und Personen" kann ihnen hier niemand das Wasser reichen. Vermutlich sieht unsere würfelförmige, silbern glänzende Kiste einfach sehr geheimnisvoll aus.

Mit Brompton in Kambodscha

Wenn wir irgendwo Halt machen, um einen Kaffee zu trinken oder eine Ananas mit Chili und Salz zu essen, werden die Bromptons genau untersucht. Sie deuten hier und da auf die verschiedenen Teile und erklären sich gegenseitig, was es damit auf sich hat.

Mit Brompton in Kambodscha

Dann mache ich immer gerne eine kleine Vorführung. Wie ein Zauberkünstler falte ich zuerst das Hinterrad unter den Rahmen. Das gibt schon mal ein großes Hallo. Wenn sich alle wieder beruhigt haben, wird der Rahmen zusammengefaltet. Wahnsinn! Dann den Sattel rein und den Lenker umgeklappt. Das Publikum tobt! Sie lachen, rufen, nehmen das klein gefaltete Brompton in die Hand und laufen damit herum. Dann falte ich alles wieder auseinander, voilà: ein Fahrrad.

Mit Brompton in Kambodscha

Natürlich kommt dann auch die Frage "how much?". Wir antworten immer mit $500. Das ist zwar deutlich weniger, als ein Brompton tatsächlich kostet, aber hier in Kambodscha sind $500 sehr, sehr viel Geld für ein Fahrrad.

Mit Brompton in Kambodscha

Wir sind jetzt erst seit knapp zwei Wochen in Kambodscha unterwegs und haben das Land und die Menschen mit ihrer Offenheit und Fröhlichkeit bereits ins Herz geschlossen. Die Drohne aus unserem Anhänger ist auch schon ein paar Mal zum Einsatz gekommen. Und auf unserer Webseite, auf der wir Spenden für Kambodscha sammeln, kann man schon die ersten Bilder sehen.